Ein Weinetikett lesen
Tippen Sie auf eine Nummer auf dem Etikett: Die Angabe wird erklärt. Was Pflicht ist, was freiwillig ist und was einen Biowein kennzeichnet.
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1 Die Bezeichnung Pflicht
Der Name der Appellation, gefolgt von „appellation d’origine protégée“ (geschützte Ursprungsbezeichnung) oder „contrôlée“ (kontrollierte): Der Wein stammt aus dem Gebiet der g.U. Fronton und folgt deren Lastenheft. Bei einem g.g.A.-Wein liest man zum Beispiel „IGP Comté Tolosan“.
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2 Weingut und Cuvée Üblich
Der Name des Weinguts nennt den Erzeuger; der frei gewählte Name der Cuvée unterscheidet seine Weine voneinander.
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3 Der Jahrgang Freiwillig
Das Jahr der Lese. Er ist nicht Pflicht; wird er angegeben, müssen mindestens 85 % der Trauben in diesem Jahr geerntet worden sein.
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4 Das Volumen Pflicht
Die Nennmenge: 75 cl für eine Flasche, 37,5 cl für eine halbe Flasche, 150 cl für eine Magnum.
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5 Der Alkoholgehalt Pflicht
Der vorhandene Alkoholgehalt in Volumenprozent, % vol. „13,5 % vol“ bedeutet 13,5 ml Alkohol pro 100 ml Wein.
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6 Die Allergene Pflicht
„Contient des sulfites“ (enthält Sulfite) ab 10 mg pro Liter, also auf fast allen Weinen. Aus Ei oder Milch gewonnene Erzeugnisse, die zur Klärung des Weins verwendet werden, müssen ebenfalls angegeben werden, wenn sie darin noch vorhanden sind.
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7 Das Piktogramm für Schwangere Pflicht
In Frankreich seit 2007 Pflicht. Es weist darauf hin, dass der Konsum alkoholischer Getränke während der Schwangerschaft, selbst in geringen Mengen, schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Kindes haben kann.
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8 Der Abfüller Pflicht
Name und Anschrift dessen, der den Wein abgefüllt hat. Die Angaben „mis en bouteille au château“ oder „à la propriété“ (auf dem Château bzw. auf dem Gut abgefüllt) sind geregelt: Sie setzen voraus, dass der Betrieb, der die Trauben geerntet und vinifiziert hat, den Wein auch abgefüllt hat.
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9 Das Ursprungsland Pflicht
„Produit de France“ (Erzeugnis aus Frankreich): das Land, in dem die Trauben geerntet und zu Wein verarbeitet wurden.
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10 Die Losnummer Pflicht
Mit ihr lässt sich die Herkunft einer Flasche zurückverfolgen, etwa bei einem Rückruf. Sie beginnt oft mit dem Buchstaben L.
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11 Das EU-Bio-Logo Pflicht für einen Biowein
Das Euro-Blatt der Europäischen Union mit der Codenummer der Kontrollstelle (FR-BIO-01 für Ecocert, das das Weingut zertifiziert) und der Herkunft der Trauben, „Agriculture France“ oder „Agriculture UE“ (Landwirtschaft Frankreich bzw. EU). Das französische AB-Logo kann hinzukommen.
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12 Brennwert und QR-Code Pflicht seit 2023
Seit dem 8. Dezember 2023 steht der Brennwert pro 100 ml auf dem Etikett. Zutatenverzeichnis und vollständige Nährwertdeklaration können online über einen QR-Code bereitgestellt werden.
Was Pflicht ist
Die Bezeichnung, etwa „Fronton, appellation d’origine protégée“ (geschützte Ursprungsbezeichnung); die Nennmenge, 75 cl für eine Flasche; der Alkoholgehalt in % vol; der Hinweis „Contient des sulfites“ (enthält Sulfite) ab 10 mg pro Liter; das Piktogramm für Schwangere, in Frankreich seit 2007 Pflicht; das Ursprungsland; Name und Anschrift des Abfüllers; die Losnummer.
Seit dem 8. Dezember 2023 steht auch der Brennwert auf dem Etikett. Zutatenverzeichnis und Nährwertdeklaration können über einen QR-Code bereitgestellt werden.
Was freiwillig, aber geregelt ist
Der Jahrgang ist nicht Pflicht; wird er angegeben, müssen mindestens 85 % der Trauben aus diesem Jahr stammen. Angaben wie „mis en bouteille au château“ (auf dem Château abgefüllt) oder „à la propriété“ (auf dem Gut abgefüllt) sind geregelt. Das Logo „Vigneron indépendant“ (unabhängiger Winzer) kennzeichnet einen Winzer, der seine Reben selbst bewirtschaftet, seinen Wein selbst vinifiziert und verkauft.
Einen Biowein erkennen
Ein Biowein trägt das Euro-Blatt, das Bio-Logo der Europäischen Union, mit der Codenummer der Kontrollstelle und der Herkunft der Trauben. Das französische AB-Logo kann hinzukommen. Die Reben des Château Saint Louis sind seit 2005 von Ecocert als biologisch zertifiziert.
Ihre Fragen
Häufige Fragen
Was bedeutet AOP auf einem Weinetikett?
Appellation d’origine protégée, auf Deutsch geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.): Der Wein stammt aus einem abgegrenzten Gebiet und folgt einem Lastenheft, das Rebsorten, Erträge und Praktiken festlegt. AOC ist der französische Name für denselben Schutz.
Warum steht „contient des sulfites“ (enthält Sulfite) auf fast allen Weinen?
Weil der Hinweis ab 10 mg Sulfite pro Liter Pflicht ist und bei der Gärung auf natürliche Weise etwas davon entsteht. Zugesetzte Sulfite schützen den Wein vor Oxidation und Bakterien.
Ist der Jahrgang Pflicht?
Nein. Wird er aber angegeben, müssen mindestens 85 % der Trauben in diesem Jahr geerntet worden sein.
Woran erkennt man einen Biowein?
Suchen Sie das EU-Bio-Logo, das Euro-Blatt, zusammen mit der Codenummer der Kontrollstelle. Ohne dieses Logo ist die Angabe „bio“ nicht zulässig.
Weiterführende Informationen
- Winzerlexikon Boulbène, Verrieseln, Vorklären, Ausbau: die Wörter von Weinberg und Keller, einfach erklärt.
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- Welchen Wein wählen? Ein paar Fragen zu Anlass, Gericht und Budget, und wir schlagen Ihnen die passende Flasche vor.
Quellen
- Verordnung (EU) 2021/2117: Nährwertkennzeichnung von Weinen EUR-Lex
- Biologischer Anbau: das EU-Logo Commission européenne